Vermittelte Tiere

Wir freuen uns immer über Post von unseren ehemaligen Schützlingen. Gerne veröffentlichen wir hier auch Ihre Post.

Yakari

Hallo Frau Hufer

Hier noch mal die versprochene Rückmeldung von uns. Yakarie ist bei uns angekommen! Nach unserem Telefonat haben wir direkt das vorhandene Pärchen wieder von Yakarie und Jessie getrennt. Von da an kam er zur Ruhe und versteckte sich erstmal nur. Wir haben Futter und Wasser für beide hingestellt und ihnen etwas Zeit gegeben. Anfangs hat er wenig gefressen. Jessie hat immer öfter versucht sich ihm zu nähern, was er anfangs blöd fand. Er ist immer vor ihr abgehauen und hat jede Menge Fell verloren. Mittlerweile aber ist er mutiger geworden, hat das Gehege erkundet und auch Jessie kennengelernt. Er haart auch nicht mehr ganz so stark. Er frisst mittlerweile sehr gut und mit ihr zusammen vom Teller und beide beschnuppern sich immer wieder. Ich denke die beiden sind glücklich und dürfen nun als Paar bei uns leben. Die anderen beiden sind auch glücklich und so wollen wir es dabei belassen. Der Traum von der Vierergruppe hat nicht geklappt, aber dafür gibt's zwei zufriedene Pärchen. Yakarie passt wirklich gut zu unserer ruhigen Jessie. Heute durften sie gemeinsam mal den Garten erkunden und das ist unser Happy End Bild dazu.

 

Liebe Grüße von Yakarie&Jessie und Familie P.

 

Dobby

Hallo zusammen,

jetzt bin ich schon seit 8 Wochen bei meiner neuen Familie und entwickle mich prächtig (sagt meine "Mama"). Auf sie höre ich auch am besten - ich kann jetzt schon Sitz, Platz, Hier und die nicht so tollen Worte wie "Pfui" (es schmeckt der Schuh einfach so gut) verstehen. Alle spielen ganz toll und manchmal richtig wild mit mir... das finde ich besonders klasse! Und meine Familie sagt auch immer,  dass sie mich zu einem großen Hund und nicht zu einem Schoßhündchen (Papa sagt meistens Fußhupe) erziehen. Ich hab da nix gegen. Ich gebe mir sogar besonders Mühe und wachse entgegen aller Erwartung und meiner eigentlichen Rassemischung immer noch etwas in die Höhe. Ich habe jetzt mit 5,5 Monaten schon gute 30 cm Schulterhöhe erreicht.

Meine beste Freundin Lilly kommt mich oft besuchen und wie es sich für Pubertierende so gehört, haben wir nur Flausen im Kopf.

Zur Hundeschule gehe ich auch.  Das finde ich anfangs immer etwas aufregend und finde fremde Hunde erstmal nicht so toll. Ich brauche da wohl immer erst etwas Zeit und dann flitze ich mit meinen Kumpels auf Augenhöhe um die Wette.

Ja und Zuhause liege ich gerade am liebsten in meinem selbst gebuddelten Erdloch und genieße jeden einzelnen Sonnenstrahl. Wie man auf dem Foto erkennt.

Ich finde meine Menschen alle super und bin von den Kindern ganz begeistert. Aber auch andere Kinder erobern mein Herz immer ganz schnell.

Bis bald

Euer Jupp (jetzt Dobby)

Link, Lexi & Luna

Hallo Lisa,

die drei kleinen Racker haben sich in den letzten Wochen hier gut eingelebt. Bei uns heißen sie jetzt Link (Felix), Lexi (Kelly) und Luna (Viola). Leider mussten wir jetzt erst mal ein geräumiges Gehege im Wohnzimmer aufbauen, da sie in ihrer Pubertät gerne sehr oft direkt neben die Klos gemacht haben. Seit dem sie ihr eigenes Reich haben, klappt es viel besser. Link ist der mutigste von allen, lässt sich auch schon gerne mal streicheln und erkundet gerne mit Lexi den Rest der Wohnung. Luna ist leider immer noch sehr schüchtern und läuft vor uns immer noch oft weg. Die Umstellung ihres Fressens auf hauptsächlich Frischfutter und auch auf viel Kohl hat sehr gut geklappt. Sie spielen gerne mit all ihrem Spielzeug, zerreißen Kartons die wir ihnen geben, sprinten den Flur entlang und spielen auch gerne fangen untereinander.

Mit freundlichen Grüßen

Jonas und Laura

Bella Blue

Guten Morgen Frau Rohde !

Hier kommt das neueste von Bella Blue. Seit Dienstag dreht sie mit ihrem Freund ihre Runde in der Wohnung.  Sie hat sich wirklich sehr schnell zurecht gefunden, und genießt es frei rumzufliegen. Wenn sie keine Lust mehr haben gehen sie wieder in den Käfig.  Es läuft prima und wir sind froh, dass wir bei ihnen nachgefragt haben.

Ganz liebe Grüße,

 Anja Sch.

Pamuk

Hallo zusammen,

Ich habe gestern mit Pamuks ehemaliger Pflegerin telefoniert und wollte noch ein paar Fotos und Geschichten schicken.

Seit wir letztes Jahr nach Ratingen gezogen sind, ist viel passiert. Mein Freund und ich wohnen jetzt unter einem Dach, das gefällt Pamuk (mittlerweile oft nur noch „Mucki" genannt) natürlich sehr gut. Sie ist tagsüber entweder bei mir am Arbeitsplatz zu Hause und schläft viel oder liegt bei schönem Wetter auf dem Balkon und guckt in die Gegend oder kommt mit meinem Freund zur Arbeit. Er sitzt in einem Studio in Düsseldorf mit 10 weiteren Leuten (die alle riesen Fans von Mucki sind), ab und zu kommt ein anderer Hund vorbei und sie hat freien Zugang zum Garten wenn sie möchte.

Mittlerweile schlägt sie auch nicht mehr bei Jedem an, der rein kommt. Nur Fremde werden immer noch ein wenig angeknurrt, aber da haben wir unsere Regeln gefunden, sie kommt an die Hausleine und wird auf den Platz geführt, bis sie entspannt ist, dann darf Besuch begrüßt werden. Das hält sie aber nicht davon ab gelegentlich zu „warnen“ wenn jemand im Flur mit etwas raschelt oder ein Nachbar neuen Besuch bekommt. Grundsätzlich wirkt sie aber entspannter.

Auch was ihren Jagdtrieb angeht, konnten wir riesige Fortschritte machen. Damals war ein Spaziergang in einem Park unmöglich, jede Ente, jede Ganz, jedes Vögelchen, Biene, Fliege. Kind auf Roller! wurde fixiert. Mittlerweile läuft sie ohne Leine mit, hält Blick- und Ohrenkontakt und guckt ganz stolz zu mir oder meinem Freund, wenn sie was entdeckt hat, dann gibt es ein dickes Futterstück. Sie läuft in der Innenstadt an Tauben vorbei und da wir hier so grün wohnen hat sie auch Pferde, Schafe, Ziegen und andere Tierchen im Alltag und ist mittlerweile „total cool“ damit. Neulich waren wir mit ihr im Duisburger Zoo, da war sie sehr neugierig und hat sich vor einem Löwen erschreckt, war aber sehr respektvoll den anderen Tieren gegenüber. Wir müssen immer aufmerksam sein, aber da bin ich stolz auf sie und uns. Wir bringen ihr gerade bei, dass sie rechts neben uns läuft, wenn Fahrräder oder Spaziergänger vorbeikommen. Das macht sie oft auch schon automatisch und auch dann gibt’s natürlich was.

Mein Freund hat mit ihr geübt, einem Ball oder geworfenem Spielzeug erst dann hinterher zu pesen, wenn sie sie guckt und ein „und los!“ von uns bekommt und auch da lässt sie sich mittendrin stoppen oder erstmal ins Platz schicken etc.. Neulich hat ein anderer Hund begonnen, ein Reh zu hetzen und sie ist erst glücklich mit geflitzt, hat dann aber zu mir geschaut und sich zurückrufen lassen. Man auch da war ich mächtig stolz, der andere Hund war auf und davon durch den Wald mit Hetzlauten und das Reh hatte sicher die Angst seines Lebens.

Natürlich hat Pamuk auch mal schlechte Tage, da bleibt sie dann einfach an der Leine, wenn wir merken, sie ist etwas aufgeregt und unkonzentriert. Und mit anderen Hunden ist immer noch alles sehr aufregend, gerade wenn die selber eher der „aufgeregte Typ“ sind. Da vergisst sie schon mal schnell dass sie gerne mit uns zusammen arbeitet, hört nicht mehr, landet in einer Pfütze, dreht ein bisschen durch und muss dann eben an die Leine auch wenn wir im Wald sind. Aber das kann ich irgendwie auch verstehen. Ist ja auch sehr spannend alles und wenn ich mir überlege, wie aufgeregt sie anfangs schon war, wenn wir nur die Straße hoch und runter gelaufen sind, hat sie große Fortschritte gemacht. Und wir auch. Ich war anfangs manchmal ganz schön überfordert mit all den Baustellen. Sie hatte auch bestimmt ein halbes Jahr lang die Phase in der sie ALLES gegessen hat, was auf dem Boden lag. Mittlerweile hat sie das aufgegeben und hat mal eine ganze Brezel wieder ausgespuckt als mein Freund sie dabei erwischt hat. Natürlich gibt’s dann auch wieder eine Entschädigung. Auch die massive Begeisterung für Stöcke (und sie wie eine Zigarre beim Rennen im Mund zu halten…) ist gesunken und es wird in Absprache mit uns mit stumpfen, kurzen Stöcken gespielt und geflitzt.

Bald wollen wir an einem Hundespaziergang teilnehmen oder sie mal in die Huta geben. Es war ja erstmal alles im Stillstand dank Corona, aber das ist noch unser größtes Thema, der Umgang mit anderen Hunden. Sie übertreibt es gerne ein wenig, bis der andere doof aus der Wäsche guckt oder sich verzieht aber sie ist ja auch noch sehr jung.

Mucki hat immer noch Angst im Dunkeln, die Gassirunden abends sind oft etwas unheimlich für sie, aber auch da ist sie etwas lockerer geworden und sie kann schneller „loslassen“.

Wir toben regelmäßig auf einer großen Wiese mit ihr und machten lange Spaziergänge im Wald. Und ein paar Tricks sind auch dazu gekommen: sich im Kreis drehen, schäm dich, Pfötchen links und rechts, Schnauze in die Hand legen, Slalom zwischen den Beinen durch, durch die zum Springreifen geformten Arme springen.. und was wir ganz lange geübt haben und nun endlich zum Einsatz kommt: im Fahrradkorb fahren. Sie wird während der Fahrt immer noch hinterrücks mit Leckerchen gefüttert, das bauen wir langsam ab. Der Korb ist das tollste, sie hat neulich einen anderen Hund stehen lassen, als sie das Geräusch vom Klettverschluss gehört hat.

Unterm Strich sind wir sehr glücklich mit unserer Mucki, auch wenn sie uns oft schon den letzten Nerv geraubt hat, vor allem mit ihrer nervösen Ader. Das wird aber immer besser (wir sind z.B. dazu übergegangen ihr die Krallen mit einer kleinen Schleifmaschine zu stutzen, weil sie die Zange nicht mag, da wäre sie vor einem Jahr noch abgehauen und hätte Todesangst gehabt, jetzt sitzt sie da missmutig und guckt Löcher in die Luft, lässt es sich aber gefallen, es gibt ja ab und zu was leckeres) und sie ist nach wie vor sehr kuschelig und verbreitet gute Laune.

Liebe Grüße

Viviane V.